News

21.10.2018 18:21

Hamburg Cup im Allkampf 2018

Am 20.10.2018 kochten nicht nur die Emotionen im Budocentrum der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP). Heiß her ging es auch auf der Matte beim jährlichen Ju-Jutsu Hausturnier „Hamburg Cup im Allkampf 2018“. 9x stand das Combat Team Hamburg auf dem Siegertreppen.

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03.10.2018 19:31

Judokas bestehen Blaugurt-Prüfung

Zwei Judoka der Budoabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg haben ihre Blaugurt-Prüfung erfolgreich bestanden. Anna Spuida und Andrej Matsyuk ernteten am 22.9.2019 die Früchte ihrer intensiven Vorbereitung.

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Judo

Judo in der SVP
In der Sportvereinigung Polizei Hamburg von 1920 e.V. (SVP) ist die Kampfkunst Judo die erste und somit älteste Budo-Sportart. Im Oktober 1928 nahmen die ersten Judokas ihr Training in der damit neu gegründeten „Budoabteilung“ des Vereins auf. Bis heute blicken sie mit Stolz auf eine abwechslungsreiche Historie, die letztlich den Grundstein zum heutigen Budocentrum in Hamburg Alsterdorf legte.

Judo (japanisch: 柔道 jūdō, wörtlich „sanfter/flexibler Weg“) ist eine aus Japan stammende Kampfsportart, gegründet von Jigorō Kanō (1860-1938). Die Judo Wurzeln stammen aus verschiedenen Jiu-Jitsu Stilen, den alten Kampfkünsten der Samurai. Kanō kreierte Judo allerdings ohne Tritte, Schläge und Waffentechniken, als einen Weg, seine geistigen und körperlichen Kräfte am effektivsten nutzen zu können. Judo dient sowohl dem körperlichen Training als auch der Persönlichkeitsentwicklung. Bei dieser Sportart sind die Prinzipien des bestmöglichen Einsatzes von Körper und Geist, sowie gegenseitiges Helfen zum beiderseitigen Wohlergehen so prägend, dass der Deutsche Judo-Bund zehn Judo-Werte besonders herausgestellt:


Höflichkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Ernsthaftigkeit, Respekt, Bescheidenheit, Wertschätzung, Mut, Selbstbeherrschung und Freundschaft.


Judo ist seit 1964 olympische Disziplin, wird in über 150 Ländern ausgeübt und ist damit die am weitesten verbreitete Kampfsportart der Welt. Das Judo-Kampfsportsystem basiert auf folgenden Technikgruppen:

 

  • Falltechniken (Ukemi-Waza)
  • Wurftechniken (Nage-Waza)
  • Festhaltetechniken (Osae-Komi-Waza)
  • Hebeltechniken (Kansetsu-Waza)
  • Würgetechniken (Shime-Waza)

 

Im Judo lernst du in einem gut abgestuften System Techniken ohne dich oder deinen Partner zu verletzen. Es gilt das Prinzip vom Leichteren zum Schweren. Im Wesentlichen geht es darum deinen Partner zu werfen, um den Kampf mit einem Haltegriff, einer Hebel- oder Würgetechnik zu beenden. Den Ausbildungsstand des jeweiligen Partners erkennst du an der Farbe des Gürtels: Aufsteigend vom Anfänger zum Meister in den Farben Weiß, Gelb, Orange, Grün, Blau, Braun, Schwarz, Rot-Weiß, Rot. Eine Gürtelprüfung bietet allen Altersgruppen Herausforderung und Motivation fürs Trainieren auch abseits des Wettkampfgeschehens. Der DAN (ab „schwarzer Gürtel“) ist dabei die Meisterstufe.

Judo kannst du in Einzel- oder Mannschaftsdisziplinen als Wettkampfsport, bis ins hohe Alter, genauso ambitioniert betreiben wie in Kata-Meisterschaften, als Ganzkörpertraining oder zum Stressabbau. Dieser Sport trainiert in einer Trainingseinheit Beweglichkeit, Koordination, Gleichgewichtssinn, Ausdauer und Kraft des gesamten Körpers und stärkt das Selbstbewusstsein. Fast ganz von alleine erfolgt dabei auch Stressabbau und Entspannung. Eine besondere Übungsform ist die Kata. Hier steht die Demonstration von Prinzipien und Techniken in ihrer Vollendung nach einer vorher festgelegten Art und Weise im Vordergrund.

 

Auch Anfänger im fortgeschrittenen Lebensalter werden sanft an den Sport herangeführt, so dass selbst das Fallen keine wirkliche Hürde darstellt. Und wer das richtige Fallen im Sport gelernt hat, profitiert davon auch bei Unwägbarkeiten im alltäglichen Leben. Judo kann also fast alles – nur nicht alleine betrieben werden – du brauchst immer mindestens einen Partner zum Üben. Judo ist damit ein traditioneller und zugleich ganz moderner Sport.

 

Training in der SVP
In der SVP wird das Judotraining in Kinder- und Erwachsenengruppen getrennt unterrichtet (siehe Trainingsplan). Gerne nutzen auch Judokas aus anderen Vereinen unsere Trainingsmöglichkeiten. Judo in Hamburg ist eben wie eine große Familie, in der man Bekanntschaften und Geselligkeit pflegt. Die DAN-Träger sind ganz nach den Judo-Prinzipien immer gerne bereit, ihr Wissen und Können weiterzugeben, so dass ein Judo-Anfänger nicht selten während der Trainingseinheit in den Genuss eines „privaten“ Judo-Trainers kommt.

Zum Judotraining benötigst du einen Judoanzug (Judogi), der traditionell aus einer besonders reißfesten weißen Hose und Jacke besteht. Die Jacke wird mit einem farbigen Gürtel gebunden. In der mit speziellen Matten ausgelegten Judo-Trainingshalle (Dōjō) wird immer barfuß geübt. Zum Probetraining reicht lockerere Trainingskleidung ohne Reißverschlüsse und Knöpfe völlig aus.

Neugierig geworden? Sporttasche schon gepackt? Komm vorbei – wir freuen uns, dich demnächst bei uns auf der Matte zu sehen.

Um einen groben Eindruck zu erhalten, wie Judo sein kann, empfehlen wir das folgende Video:

 

Weiterführende Informationen / Links

Empfohlene Bücher

Judo Lernen (Gürtel weiss/gelb/orange); Klocke, Ulrich:

https://shop.judobund.de/produkt/judo-lernen/

 

Judo Anwenden (Gürtel grün/blau/braun); Klocke; Ulrich:

https://shop.judobund.de/produkt/judo-anwenden/