Sensationeller Jahresauftakt: Gold bei der IJF Kata World Series in Spanien

(GijĂłn /Hamburg) Das Judo-Wettkampfjahr 2026 begann fĂŒr die Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) mit einem internationalen Paukenschlag. Am 25. Januar 2026 stand im spanischen GijĂłn das erste Turnier der in 2025 neu geschaffenen International Judo Federation – IJF Kata World Series auf dem Programm – ein historisches Ereignis, denn erstmals war Spanien Gastgeber dieser renommierten Weltcup-Serie.

Wer bei Spanien an Sonne und WĂ€rme denkt, wurde an diesem Wochenende eines Besseren belehrt: bittere KĂ€lte drinnen und draußen und zahlreiche auf stummgeschaltete Mobiltelefone empfingen mehrfach wetterbedingte Bevölkerungswarnungen, die die Halle zum Schallen brachten. All dies prĂ€gte den Wettkampftag im Sportzentrum El Llano. Bedingungen, die alles andere als einfach waren.

Judo-Gold in Spanien fĂŒr Carolin Charina Jeromin (HSV Stöckte, 3.v.l.) und Martin Etter (SVP,4. v.l.)

Insgesamt gingen Judoka aus zehn Nationen an den Start. In der Kategorie Katame no Kata betraten Carolin Charina Jeromin (HSV Stöckte) und Martin Etter (SVP Hamburg) als letztes Team ihrer Vorrundengruppe die Matte. Ein Startplatz der sofortige Klarheit bringt: Finaleinzug – ja oder nein. Die Antwort war mehr als eindeutig. Trotz der extremen KĂ€lte und erschwerten Bedingungen ĂŒberzeugte das Duo mit einer starken Demonstration und fĂŒhrte die Vorrundengruppe souverĂ€n an.

Kurz darauf zeigte auch das zweite deutsche Team eine erfolgreiche Leistung, sodass sich beide Teams ĂŒber die Doppelfinalteilnahme freuen konnten. Bei einer heißen Schokolade im beheizten CafĂ© um die Ecke taute das deutsche Team langsam wieder auf – körperlich wie mental.

Nach einer langen Wartezeit von rund vier Stunden begannen die Finals. Die Vorrunde in der Katame no Kata war in zwei Pools ausgetragen worden, die jeweils besten drei Teams qualifizierten sich fĂŒr das Finale der besten sechs. Mit dem Wissen, dass nun nur noch die besten Teams auf der Matte standen, ging es hochmotiviert – wenn auch halb erfroren – erneut in den Wettkampf.

Noch einmal gelang Jeromin und Etter eine sehr solide Demonstration der Katame no Kata, einer Bodenkata des Judo, in der Haltegriffe, WĂŒrge- und Hebeltechniken in festgelegter Form mit höchster PrĂ€zision und Kontrolle gezeigt werden. Direkt im Anschluss kamen die Teamkollegen ihnen entgegen: Die favorisierten Italiener waren hauchdĂŒnn geschlagen. Die Freude war riesig – die Medaille rĂŒckte nĂ€her und nun war wirklich noch alles möglich. Als auch die nĂ€chsten Teams weniger Punkte erzielten, war klar: Eine Medaille ist sicher. Nach dem Auftritt der NiederlĂ€nder stand fest: mindestens Silber. Und dann wurde das Unvorstellbare wahr – Gold beim ersten Weltranglistenturnier des Jahres! Das zweite deutsche Team komplettierte schließlich den Erfolg mit der Silbermedaille in der Ju no kata.

Mit nur zwei startenden Teams erreichte Deutschland damit Rang 3 in der Nationenwertung – ein herausragendes Ergebnis. Nach der Siegerehrung ließ das kleine deutsche Team den Abend typisch spanisch bei Tapas ausklingen, bevor am nĂ€chsten Tag gemeinsam die Heimreise angetreten wurde.

Ein sensationeller Erfolg zum Jahresanfang und ein starkes Ausrufezeichen der SV Polizei auf internationaler BĂŒhne. Die Budoabteilung der SVP gratuliert herzlich. Text: Jeromin (HSV) Etter (SVP) / Fotos: privat / Redaktion: Andreas Rasche (SVP)

Katame no Kata: Carolin Charina Jeromin (HSV Stöckte) und Martin Etter (SVP Hamburg)
Katame no Kata: Carolin Charina Jeromin (HSV Stöckte) und Martin Etter (SVP Hamburg)
Gold bei der IJF Kata World Series in Spanien 2026

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