Goshindo/Ju-Jitsu

Weg der Selbstverteidigung

Das heutige Goshindo/Ju-Jitsu (Japanisch, 護身道, „Weg der Selbstverteidigung“ oder „Der Weg den Körper zu schützen“) ist, ähnlich dem deutschen Ju-Jutsu, eine moderne Stilrichtung des Jiu-Jitsu und hat seinen Ursprung 1978 in Frankreich. Gemeinsam mit seinem Schüler Alain Sailly gründete Roland Maroteaux den französischen Verband für Goshindo. Ein Jahr später übernahm Alain Sailly die Schule und unterrichtete dort unter anderem Jiu Jitsu, Judo, Ringen und entwickelte das Goshindo in seine heutige Form. Goshindo versteht sich als offenes Kampfsystem, das sich ständig weiterentwickelt. Der Grundgedanke lautet: „Alle effizienten Techniken der Selbstverteidigung sind gut für Goshindo“. Heute ist Goshindo international als voll anerkannte Kampfkunst in der WKF verankert und wird speziell in Europa intensiv trainiert und weitervermittelt.

Video: Sascha Pries (SVP)

Goshindo im Budocentrum Hamburg

Die Budoabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) bietet seit Januar 2023 im Budocentrum Hamburg die Kampfkunst Goshindo als neue Sport- und Trainingseinheit an.

Seit Ende 2022 ist die SVP im Verband der World Kobudo Federation – WKF. Dabei handelt es sich um eine unpolitische weltweite Kampfkunstorganisation für Kampfkunsttreibende und Kampfkunstschulen in 40 Ländern, deren grundsätzliches Ziel die Förderung von Budo ist. Hauptziel der WKF ist es, Kampfkunsttreibende unter einem Dach zu vereinen, um die Standards, die Qualität und den Zusammenhalt für die allgemeine Weiterentwicklung des Budo zu erhöhen. Hierzu zählen die Förderung von Kampfkunstausbildung, Integrität, Disziplin und Ehre.

Gründer und Präsident der WKF ist Hanshi John Therien aus Kanada. Mitbegründer, Weltbotschafter und Vizepräsident der WKF ist Ηanshi Alain Sailly, 9. Dan Goshindo. Alain Sailly ist ein langjähriger Freund der SVP und Gastreferent für Budo-Lehrgänge im Budocentrum Hamburg. Einer seiner Schüler ist SVP Ju-Jutsu Trainer Kay Landeck, seines Zeichens Trainer Ju-Jutsu und Escrima, 3. Dan Ju-Jutsu, 1. Dan Goshindo, Purple Belt BJJ und Sportwart Leistungssport der SVP. Gemeinsam mit dem ehemaligen 1. Vorsitzenden der Budoabteilung, Wolfgang Müller, 1. Dan Ju-Jutsu, entstand eine Verbindung aus gemeinsamen Trainings, Lehrgängen, Weiterbildungen in Deutschland, Frankreich, Belgien und der Schweiz sowie weltweitübertragenden Video-Trainingseinheiten während der Corona-Lockdowns. Daraus wuchs die Idee, im Budocentrum Hamburg einen Goshindo-Stützpunkt der WKF aufzubauen. Infos: www.worldkobudo.org

Ηanshi Alain Sailly, Goshindo-Meister, 9. Dan, Gastreferent im Budocentrum Hamburg
Kay Landeck, Goshindo-Meister, 1. Dan, und Mitbegünder des Goshindo im Budocentrum Hamburg
„Alle effizienten Techniken der Selbstverteidigung sind gut für Goshindo“

Graduierungen

Goshindo-Graduierungen (Selbstverteidigungssysteme), folgen oft einem aus dem traditionellen Jiu-Jitsu stammenden Kyu-/Dan-System. Beginnend mit dem weißen Gürtel, gefolgt von Schülergraden (Kyu) in Gelb, Orange, Grün, Blau, Violett bis zum braunen Gürtel. Die Meistergrade (Dan) beginnen mit dem schwarzen Gürtel (1. Dan), wobei höhere Dan-Grade ab dem 6. Dan rot-weiße Gürtel tragen und der 10. Dan rot.

Die Gürtelfarben und ihre Bedeutung

Von Auszubildenden zu Meistern
Die unterschiedlichen Gürtel aus den Budo-Kampfkünsten repräsentieren in erster Linie den „Entwicklungsstand“ der Auszubildenden. Aufsteigend von hell zu dunkler werdenden Gürtelfarben. Je dunkler, desto höher der Kenntnisstand der Ausbildung. Doch auch die Farben selbst haben – je nach Kampfkunst – eine symbolische Bedeutung. So lässt sich in der Literatur zum einen als bildhafte Erklärungen eine Entwicklung als Reise finden, zum anderen eine Entwicklung des Wachstums oder beides in einem. In der Budoabteilung der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) werden unterschiedliche Kämpfkünste trainiert. Unser philosophischer Ansatz ist daher die Entwicklung aus beidem, aus Reise und Wachstum.

Hier findest du im Download eine Zusammenfassung der Gürtelfarben und ihre Bedeutung.

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